Freiwillige Feuerwehr Großheubach, Beim Trieb 38, 63920 Großheubach

29.02.2020, Generalversammlung für 2019

Stefan Kempf weiterhin Kommandant, Markus Wippich neuer Stellvertreter

Freiwillige Feuerwehr Großheubach 2019 bei 62 Einsätzen gefordert

Gründung einer Kinderfeuerwehr

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Von 62 Einsätzen, bei denen 1545 Einsatzstunden und 5066 weiteren Stunden, unter anderem für Ausbildung und technischer Pflege, geleistet wurden, berichtete Kommandant und Vereinsvorsitzender Stefan Kempf bei der Generalversammlung am 29.02.2020. Aufgrund der „stillen“ Alarmierung über die Funkmeldeempfänger liefen alle ohne bewusste Wahrnehmung durch die Bevölkerung ab. Die Wehr war bei 24 Bränden gefordert. Wohnhausbrände stellen aufgrund des Wärmedämmmaterials besondere Herausforderungen dar. Zudem müsse sich die Feuerwehr auf weitere Gefahren, wie Brände von Akkumulatoren und Kohlefasern (Bestandteile gerade von neuen KFZ) einstellen. Dazu komme die geringe Verfügbarkeit von Feuerwehrdienstleistenden, gerade unter Tage, da viele nicht mehr vor Ort beschäftigt sind. Weiterhin waren 31Technische Hilfeleistungen, so mehrere KFZ-Unfälle zu bewältigen. Neben den Pflichteinsätzen wurden unter anderem freiwillig bei Faschingszügen und Prozessionen die Straßen abgesperrt. Weiter wurden noch Veranstaltungen wie Main-Duathlon und Flursäuberung unterstützt, bzw. Geräte für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Die 62 Aktiven waren zusätzlich 4944 Stunden bei Übungen, Gerätepflege usw. gefordert. 23 örtliche und überörtliche Lehrgänge wurden absolviert. Andreas Difloe pflegte in 122 Stunden 1079 Schläuche für umliegende kommunale und 2 Werkfeuerwehren. Zeit- und Personalintensiv war zusätzlich vor allem das Berghüttenfest am Busig, das wieder ein voller Erfolg war. Dafür sorgte auch das schöne Wetter. Der Fest-Aufbau dagegen war insbesondere aufgrund des schlechten Wetters erschwert. Stefan Kempf dankte allen Vereins-Mitgliedern für Ihr Engagement, insbesondere den Führungskräften, aber auch den Nichtvereinsmitgliedern, die selbstverständlich, z.B. bei Festen mit anpackten. Sein weiterer Dank galt Bürgermeister Oettinger und dem Gemeinderat für die Unterstützung, insbesondere bei der Ausrüstungsbeschaffung, selbst bei knappen Haushaltsmitteln, der Polizei Miltenberg, der Feuerwehr Miltenberg unter Kommandant Matthias Rudolf, den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion unter Kreisbrandrat Meinrad Lebold und den Rettungsdienstmitarbeitern für die gegenseitige Unterstützung.

Niklas Oettinger trug einen ausführlichen Bericht (Power-Point-Präsentation) über die Aktivitäten der Jugendgruppe vor. 2019 absolvierte der Feuerwehrnachwuchs (2 Mädchen, 10 Jungs) 90 feuerwehrtechnische Stunden. Es wurden erfolgreich die Bayerische Jugend-Leistungsprüfung, die Jugendflamme und der alljährliche Wissenstest abgelegt und vordere Plätze bei Jugendwettbewerben erreicht.

Zusätzlich fielen 284 allgemeine Stunden für Mithilfe bei Veranstaltungen, wie Flursäuberung, Berghüttenfest usw. an. Er hob unter anderem auch das Zeltlager beim Gut Erlensee bei Würzburg hervor. Sein Dank galt dem fünfköpfigen Betreuerteam um Jugendwart Sven Burkhardt.

Stellvertretender Kommandant Stefan Poth erläuterte, dass zur frühzeitigen Nachwuchsgewinnung eine Kinderfeuerwehr (Löschböhnchen) gegründet wurde. 15 Kinder zwischen 6 -10 Jahren wurden von einem fünfköpfigen Betreuerteam, das noch von 3 Pädagoginnen unterstützt wird, spielerisch und altersgerecht an Feuerwehrthemen herangeführt. Dank einiger Spenden konnten sie mit T-Shirts ausgestattet werden. Eine Warteliste unterstreicht die erfolgreiche Arbeit. Moniert wurde, dass der Gemeinderat die Feststellung als gemeindliche Einrichtung (Art. 7 BayFwG) noch nicht getroffen hat. Dieses verbessert vor allem die versicherungsrechtliche Absicherung von Betreuern und Kindern.

Schriftführer Walter Lauth blickte nochmals auf alle Vereinsaktivitäten zurück. Er machte, da er nach 30 Jahren als Schriftführer sein Amt niederlegte, auch einige persönliche Anmerkungen über Ereignisse dieses Zeitraumes.

Kassenwart Michael Seubert berichtete von einem positiven Kassenstand. Grundlage war das Berghüttenfest. Größere Ausgaben wurden für Kinder- und Jugendfeuerwehr zur Verbesserung der Ausrüstung zur Verfügung gestellt.

Stefan Kempf wurde in den geheim vorgenommen Kommandantenwahlen als Kommandant bestätigt, sein neuer Stellvertreter ist Markus Wippich. Beide wurden auch zu Vereinsvorsitzenden gewählt. Die Vorstandschaft komplettieren Melanie Lebold als Schriftführerin, Cornelia Lebold als Kassenwartin, Jürgen Farrenkopf und Werner Kempf als Kassenprüfer, Christian Bool und Helmut Zipf als Vertrauensleute und weiterhin Ute Berres als Frauenbeauftragte.

Bürgermeister Günther Oettinger blickte ebenfalls auf 1990 zurück, als er erstmals 1. Bürgermeister wurde. Das damals neu errichtete Feuerwehrgerätehaus galt als richtungsweisend, und man ging davon aus, auf Jahrzehnte damit das Problem gelöst zu haben. Aber die neuen Herausforderungen und die dadurch nötige Feuerwehrtechniken, aber auch neue Vorschriften, bedingen auch hier immer wieder Änderungen. Er dankte den Feuerwehrdienstleistenden, dass sie sich immer den geänderten Voraussetzungen stellten, indem sie sich laufend fortbilden, die Ausbildungen anpassen und dann auch zu Recht von der Politik die entsprechenden finanziellen Mittel für die Geräte und Fahrzeuge einfordern.
Aber neben den Pflichtaufgaben stemme die Feuerwehr gesellschaftliche Veranstaltungen wie Berghüttenfest, Main-Duathlon, Prozessionen usw. Ohne die Unterstützung der Feuerwehr wären kaum Aktivitäten in Großheubach möglich. Er danke deshalb der Feuerwehr am Ende seiner Bürgermeistertätigkeit von ganzen Herzen für deren wertvollen Dienste. Sein besonderer Dank gilt den Jugend- und Kinderbetreuern.

Kreisbrandrat Meinrad Lebold betonte, die Feuerwehr habe immer Nachholbedarf, da die älteren Geräte aufgrund der neuen Techniken nicht mehr nutzbar seien. So gebe es immer hochfestere Stähle, sodass auch entsprechende Hydraulikgeräte beschafft werden müssten, auch wenn es der Politik nicht passe. Stromausfälle würden wahrscheinlicher bzw. das Funktionieren unseres Gemeinwesens hänge immer mehr vom Vorhandensein von Energie ab. Er betonte ebenfalls, dass nur gute Jugendarbeit den Fortbestand der Wehr sichere. Dazu gehöre auch die Kinderfeuerwehr, deren Anerkennung als gemeindlicher Einrichtung der Landesfeuerverband mühsam gegen die Kommunale Unfallversicherung durchgesetzt habe. Dem Personalmangel werde durch den vermehrten Einsatz von nachbarlicher Löschhilfe begegnet. Besonderen Dank sprach er für die Betreuung der überörtlichen Fahrzeuge wie Rüstwagen und Einsatzleitwagen, bzw. der Mitarbeit beim Gefahrgutzug, bei der Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter und für die Mithilfe bei überörtlichen Ausbildungen aus.


Bericht: Walter Lauth, Bilder: Peter Nies

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